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Erweitert die beruflichen Möglichkeiten

Erweitert die beruflichen Möglichkeiten

Die Monoedukation gibt Jungen und Mädchen eine größere Wahlfreiheit für Fächer und Berufe, die nicht mit ihrem Geschlecht assoziiert werden. Die Unterschiede in Ergebnissen und Fähigkeiten während der Schulzeit bedingen die akademischen und beruflichen Möglichkeiten, die Jungen und Mädchen in der Zukunft wählen. Ein gutes Beispiel ist der Zugang zu Berufslaufbahnen in wissenschaftlichen und technologischen Bereichen, die hauptsächlich von Jungen gewählt werden.

Eurydice, Abteilung Eurydice der Exekutivagentur "Bildung, Audiovisuelles und Kultur" der Europäischen Kommission präsentierte 2009 die Studie Geschlechterunterschiede bei Bildungsresultaten: derzeitige Situation und aktuelle Maßnahmen in Europa.

“Diese Art der Bildung gibt Mädchen und Jungen größere Freiheiten in der Wahl von Fächern, die traditionell nicht ihrem Geschlecht zugeordnet werden. D.h. sie gibt Mädchen mehr Raum und hilft ihnen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln, und ermutigt Jungen, sich im Unterricht mehr anzustrengen, ohne sich Sorgen um ihr Image als Schüler machen zu müssen.”

Laut einer von EASSE in ihren Bildungseinrichtungen durchgeführten Studie steigt der Prozentsatz der Schülerinnen auf Mädchenschulen, die sich für ein wissenschaftlich-technisches Universitätsstudium entscheiden, merklich an. Außerdem liegt die Anzahl von männlichen Schülern, die sich für ein Lehramtsstudium entscheiden, ein Universitätsstudium, das eine niedrige männliche Präsenz zeigt, weit über dem Durchschnitt. 

MÄDCHEN
Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlich-technischen Studien für Mädchen

Es gibt viele Faktoren, die zur fehlenden technologischen Berufung seitens unserer weiblichen Jugendlichen beitragen: in den Klassenzimmern präsente Geschlechterstereotypen, fehlende erfolgreiche weibliche Berufs- und Bezugsmodelle. All diese Faktoren verlangen nach einer tief greifenden Reflexion und der Umsetzung von Initiativen und Untersuchungen, um sie einzudämmen.

In Lissabon wurden nach einem Treffen des Rates der europäischen Staatsoberhäupter, das im März 2000 stattfand, einige gemeinsame europäischen Bildungsziele festgelegt, die bis voraussichtlich 2010 zu erreichen sein sollten. Eines von 13 spezifischen Zielen bestand in der Erhöhung von Einschreibungen in wissenschaftliche und technische Studienfächer. Gleichzeitig ist beabsichtigt, die Einschreibung von weiblichen Studenten in diese Studienfächer zu erhöhen, um damit den Anteil an beiden Geschlechtern auszugleichen.

Diese Tatsache beschäftigt eine breite Mehrheit der europäischen Länder. In Deutschland trieb die Bildungsministerin Annete Schavan (CDU) [V1]  einen Plan voran, um diese Situation umzukehren. Unter dem Motto “Komm, mach MIT! versucht die deutsche Regierung junge Studentinnen dazu zu animieren, Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu wählen. 


JUNGEN
Interesse der Jungen für die Lehrtätigkeit

Einige Länder haben konkrete Initiativen gestartet, um eine größere Zahl von Jungen für diesen Beruf zu gewinnen. Irland, die Niederlande, England, Schweden und die Tschechische Republik haben spezifische Programme und/oder Kampagnen ins Leben gerufen, um Männer als Lehrkräfte in der Grundschule zu gewinnen, und um zu vermeiden, dass männliche Studenten ihr Studium für das Lehramt abbrechen. 


Quellen
Geschlechterunterschiede bei Bildungsresultaten: derzeitige Situation und aktuelle Maßnahmen in Europa. Eurydice, 2009 Link 

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