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Beseitigung von Stereotype

Beseitigung von Stereotype

Die Monoedukation zeigt ihre Effektivität für die persönliche Freiheit in der Übernahme von Rollen, die dem anderen Geschlecht zugerechnet werden, sie minimiert Stereotypen und öffnet die Tür für eine mit weniger sozialem Druck behafteten Wahl von Fächern, die traditionell den Mädchen oder den Jungen zugerechnet werden. 

Ein allgemeines Problem in den europäischen Klassenzimmern ist die Präsenz einer “Jungenkultur” einerseits und einer davon verschiedenen “Mädchenkultur” andererseits. Jungen und Mädchen neigen dazu, implizite Rollen und Normen anzunehmen, die sie innerhalb der Gruppe des eigenen Geschlechts identifizieren, und schaffen so Vorgehensweisen, die weniger akademisch, dafür aber von sexistischen Stereotypen geprägt sind, die sie von außerhalb der Schule mitbringen. 

In einer geschlechterhomogenen Schule, wenn diese gut geführt wird, werden diese normalisiert und es werden viel mehr Entfaltungsmöglichkeiten für Jungen und Mädchen zugelassen. 

VORTEILE FÜR MÄDCHEN

Die Monoedukation bietet den Schülerinnen eine von sozialem Druck freiere Lernumgebung. Mädchen erfahren Fächer, die traditionell als “Jungenfächer” angesehen werden, mit mehr Freiheit, sehen, wozu sie fähig sind und gewinnen an Selbstwertgefühl und akademischem Ehrgeiz. In einem Umfeld zu lernen, das unerwünschten Effekte von Geschlechterstereotypen minimiert, trägt dazu bei, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und zu entwickeln, und erlaubt ein breiteres Spektrum von Präferenzen und Berufswünschen bei den Jugendlichen.

In einer Mädchenschule mit Lehrerinnen bilden diese ein weibliches Modell, das Aktivitäten wie Technologie oder sportlichen Wettbewerb einschließt. Darüber hinaus sind die besten Schüler in allen akademischen Bereichen Mädchen, und somit geeignet, den anderen als Beispiel zu dienen.

VORTEILE FÜR JUNGEN

Jungen lernen in einer Umgebung, die viele anti-akademische, maskuline Verhaltensweisen filtert. In einer Jungenschule kann sich der Lehrer leichter an die Lernbedürfnisse seiner Schüler anpassen und eine Schulumgebung mit einem stärkeren erzieherischen und akademischen Charakter schaffen. 

Zu einem ähnlichen Schluss gelangt der US-amerikanische Soziologe Cornelius Riordan: "Der erste Aspekt, dem man bei geschlechterhomogenen Schulen Beachtung schenken muss, ist die Tatsache, dass sie beiden Geschlechtern, Jungen sowie Mädchen, bessere Modelle für persönlichen Erfolg bietet. Die geschlechterhomogenen Schulen können besonders für die Mädchen vorteilhaft sein, da die besten Schüler in allen akademischen Bereichen Mädchen sind, und somit geeignet, den anderen als Beispiel zu dienen. Darüber hinaus ist das Kollegium in Mädchenschulen normalerweise weiblich. Ähnliches läßt sich über Jungenschulen sagen, in denen eher proakademisch-männliche Modelle präsentiert werden, die legitimieren, trotz männlichen Geschlechts ein guter Schüler zu sein. "

Quellen:
Indicator D5. Who are the teachers? Education at a Glance 2012 OECD Indicators Link
Geschlechterunterschiede bei Bildungsresultaten: derzeitige Situation und aktuelle Maßnahmen in Europa. Eurydice, 2009


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