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Förderung des sozialen Zusammenhalts

Förderung des sozialen Zusammenhalts

Die Beispiele, die zeigen, dass die Monoedukation dabei helfen kann, Schulversagen zu bekämpfen und die Chancengleichheit von gesellschaftlich und wirtschaftlich benachteiligten Schülern zu fördern, sind bemerkenswert.

Erfahrungswerte in den USA

2001 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten das Gesetz No Child Left Behind Act (“Kein Kind wird zurückgelassen”), um dem Schulversagen entgegenzutreten. Das Gesetz machte es möglich, dass die öffentlichen Schulen Programme mit Monoedukation einführten.

In weniger als 10 Jahren wurden über 500 geschlechtsspezifische öffentliche Schulen mit großem Erfolg eingerichtet. Sowohl Barack Obama, Präsident der USA, als auch Arne Duncan, Bildungsminister, haben sich öffentlich zugunsten dieses Modells ausgesprochen.

VORTEILE FÜR MÄDCHEN

Ein Beispiel par excellence ist die Young Women‘s Leadership School in New York, eine Schule für Mädchen aus Harlem und der Bronx, von denen 70% unterhalb der Armutsgrenze leben. Die Gründer der 1996 gegründeten Schule- unter der Präsidentschaft von Bill Clinton- erkannten, dass die Mädchen in einer von Männern dominierten Umgebung lebten.

Im Jahr 2002 schrieben sich 96% in der Universität ein, wohingegen in New York der Durchschnitt bei 50% lag. Diese Ergebnisse hielten sich unverändert, bis die Young Women’s Leadership School East Harlem 2006 an erster Stelle stand mit einer Abschlussquote von 100%. 2007 lag dieser Indikator bei 97% gegenüber dem Stadtdurchschnitt von 50%.

Basierend auf dieser Erfahrung hat die Young Women’s Leadership Foundation weitere Schulen gegründet. Aktuell gehen 1.652 Mädchen aus ökonomisch benachteiligten Umfeldern zwischen 12 und 18 Jahren in New York, Philadelphia und Chicago in ihre Bildungseinrichtungen. Im Schuljahr 2007-2008, war die demografische Herkunft der Schülerinnen wie folgt: 51% Afroamerikanerinnen, 35% Lateinamerikanerinnen, 9% Asiatinnen und 5% anderer Herkunft.

Die Einführung von reinen Mädchenschulen, um ihre sozialen Entwicklungschancen zu verbessern, wird ebenfalls in anderen Teilen der Welt umgesetzt.

VORTEILE FÜR JUNGEN

In den benachteiligten Vierteln von Chicago schaffte es nur einer von 40 afroamerikanischen Schülern auf die Universität. Aufgrund dieser sehr beunruhigenden Zahlen entstand das Projekt -Prep Urban Project- eine öffentliche Schule für afroamerikanische Jungen, in die man per Verlosung aufgenommen wird. Die Schulerfolgsquote in diesen Bildungseinrichtungen liegt über 95%. Es war eine der ersten Schulen, die Obama mit seiner Frau besuchte, was dazu führte, dass ihre Schüler als little obamas genannt wurden.

Quellen
- Duncan can provide change we need.Chicago Tribune, Letter to the Editor 12/19/2008
- Charter Schools, Why they work. Plus: Arne Duncan talks education. Chicago Magazine. Febrero de 2009 

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